JÜDISCHES MÜNCHEN
Liebe Freunde der Münchner Kulturgeschichte
Natürlich war München nie jüdisch, so wie es etwa katholisch, bayerisch oder bierselig ist. Es hat keine so reichhaltige jüdische Geschichte aufzuweisen wie Frankfurt, Hamburg oder Berlin. Von der mittelalterlichen jüdischen Gemeinde bis zu ihrer Vertreibung 1442 ist wenig bekannt. Danach gab es über drei Jahrhunderte kaum jüdisches Leben. Selbst im 20. Jahrhundert zählten sich nie mehr als zwei Prozent der Münchner zur jüdischen Gemeinschaft. Dennoch gab es ein „jüdisches München“ in dem Sinne, dass in den letzten beiden Jahrhunderten Menschen jüdischer Herkunft das Bild der Stadt entscheidend mitgeprägt haben: Maler, Schriftsteller, Musiker, Kunsthändler, Kaufleute, Brauereibesitzer, Politiker, Bankiers. Die wechselvolle Geschichte der Münchner Juden versuchen wir auf unserem Stadtspaziergang nachzuzeichnen: Von Abraham de Municha, dem ersten urkundlich erwähnten Münchner Juden (1229) bis zur heutigen israelitischen Kultusgemeinde mit dem imposanten Jüdischen Zentrum im Herzen der Stadt. Es gibt also wieder sehr viel zu erzählen, viel mehr, als man in zwei Stunden hineinpacken kann. Lasst uns gemeinsam einen repräsentativen Ausschnitt jüdischen Lebens in München erkunden.
Termine: 12.11. und 14.11.2017
Uhrzeit: 14:00 Uhr
Treffpunkt: Marienhof zur Weinstraße
Anmeldung erforderlich bis 24 Stunden vor der jeweiligen Tour;
unter: info@annette-koeniges.de oder Tel. 01708139005
Teilnehmerbeitrag: 12 Euro, ermäßigt 10 Euro
Fotos Karin Spanier